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Demenzprävention: Risikofaktoren unterscheiden sich weltweit deutlich

aerzteblatt.de

Eine internationale Studie mit mehr als 214.000 Erwachsenen aus 14 Ländern und Regionen zeigt: Veränderbare Risikofaktoren für Demenz sind weltweit sehr unterschiedlich verteilt. Präventionsmaßnahmen müssen daher stärker an die sozialen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Bedingungen der jeweiligen Länder angepasst werden.

Zwölf beeinflussbare Risikofaktoren untersucht

Untersucht wurden zwölf etablierte Risikofaktoren, die grundsätzlich durch Prävention, medizinische Versorgung oder gesellschaftliche Maßnahmen beeinflusst werden können:

geringe Bildung, Hörverlust, erhöhte LDL-Cholesterinwerte, Depression, körperliche Inaktivität, Diabetes, Rauchen, Bluthochdruck, Adipositas, übermäßiger Alkoholkonsum, soziale Isolation und Sehbeeinträchtigungen.

Zusätzlich analysierte das Forschungsteam den Einfluss von Alter, Geschlecht und Bildungsniveau.

Große Unterschiede zwischen den Ländern

Die Häufigkeit einzelner Risikofaktoren unterschied sich teils erheblich. Besonders deutlich waren die Unterschiede zwischen Ländern mit hohen und niedrigeren Einkommensniveaus.

Ein geringes Bildungsniveau war beispielsweise in China mit 85,6 Prozent sehr häufig, während es in den USA bei 12 Prozent lag.

Bei Adipositas zeigte sich ein umgekehrtes Bild. In den USA waren 44,9 Prozent der Teilnehmenden betroffen, in Indien dagegen 13,3 Prozent.

Auch die Verteilung nach Alter, Geschlecht und Bildungsniveau variierte zwischen den Ländern und Regionen. Ein einheitliches internationales Muster ließ sich dabei nicht erkennen.

Bildung und Adipositas ungleich verteilt

Besonders deutliche Unterschiede zeigten sich zwischen Ländern mit hohen und niedrigeren Einkommen.

Ein geringes Bildungsniveau war beispielsweise in China mit 85,6 Prozent wesentlich häufiger als in den USA mit 12 Prozent. Adipositas trat dagegen in einkommensstarken Ländern häufiger auf: In den USA waren 44,9 Prozent der Teilnehmenden betroffen, in Indien 13,3 Prozent.

Auch Alter, Geschlecht und Bildungsniveau beeinflussten die Verteilung der Risikofaktoren. Ein einheitliches internationales Muster ließ sich jedoch nicht erkennen.

Mehrere Risiken treten häufig gemeinsam auf

In allen untersuchten Ländern hatte mehr als die Hälfte der Teilnehmenden mindestens zwei Risikofaktoren.

Dabei zeigten sich wiederkehrende Gruppen von Risiken, etwa:

  • kardiometabolische Faktoren,
  • gesundheitsschädigende Verhaltensweisen,
  • soziale und sensorische Beeinträchtigungen.

Prävention muss regional angepasst werden

Nach Einschätzung der Forschenden reicht es deshalb nicht aus, weltweit dieselben Präventionsmaßnahmen einzusetzen.

Länder, in denen geringe Bildung besonders häufig vorkommt, benötigen andere Schwerpunkte als Länder, in denen Adipositas, Bewegungsmangel oder kardiometabolische Erkrankungen dominieren.

Gleichzeitig zeigen die ähnlichen Risikocluster, dass auch länderübergreifende Maßnahmen sinnvoll sein können. Dazu zählen etwa die Prävention und Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, die Förderung körperlicher Aktivität sowie die frühzeitige Versorgung von Hör- und Sehbeeinträchtigungen.

Die Ergebnisse sprechen daher für eine Kombination aus regional angepassten und international abgestimmten Strategien, um die weltweite Demenzlast zu verringern.

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Weiterführene Links 

 

  Quelle: aerzteblatt.de (31.07.2026; GI-NH)
 
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